|
MINI-ROCK 2008
Mini-Rock-Festival im Delitzscher Werkstättenweg zieht 450 Live-Musik-Fans an Leipziger Volkszeitung vom 26. August 2008
„Ein heller Schrei, Feuer frei! Bang Bang!“ – Neue Delitzscher Härte, vorgetragen vom Till Lindemann-Verschnitt Frank Rembarz, der sich am Sonnabend extra in Schale geworfen hatte. Im Kontrastprogramm zum Mini-Rock-Festival aber nicht in selbigen Stöffchen, sondern in einer Schweizer Felduniform, die er gemeinsam mit Frau Petra in mühevoller Rubbel- und Wetzarbeit aufgebraucht trimmte. Dazu stählte er seinen Körper in unendlichen Konditions- und Krafteinheiten, ölte für den ersten großen Auftritt die braune Haut, weißte das pechschwarze Haar, schminkte die Augen im Kontrast dazu wie Pech und paarte das ganze mit einem irren, aber konzentrierten und stierenden Blick.
„Rammstein – Ein Mensch brennt!“ sticht der 48-Jährige die Töne aus seiner Kehle ins Mikrofonherz. Dabei sind dem Lindemann-Duplikat gerade diese Zeilen abzunehmen. Denn an seinen Armen lodern just in diesem Moment die Flammen. „Das ist Adrenalin pur, vor so vielen Leuten zu stehen“, beschreibt Rembarz das musikalische Bühnenverweilen.
Die 450 Gäste (laut Veranstalter Heinz Barthel) hatten die Respekthaltung vor der Bühne im Hof des Unternehmers abgelegt, als RAMMELSTEIN die Bretter betrat. Nicht ganz so teutonisch, wie es der Sänger vormachte, aber dennoch stilecht, zogen Toralf Hube, Jörg Meißner, Dirk Nolde und Dieter Stahl auf der Bühne nach. Meißner versteckte sein Haupt unter einer Glatzenperücke, die mit Isolierband am Kopf fixiert wurde, „Kick“ Stahl sein Haupt unter einer spitzschnabeligen Pestmaske und Nolde, der auch mal als Alleinunterhalter fungieren kann, schlicht seinen Körper in einen Blaumann. Eine Stunde im Regen zogen sie im Links-Zwo-Schritt ihre Register, trällerten mit PLANZWOO-Nachtigal Verena Gräfe über Gottlosigkeit, um geläutert als Seemann eine Lebensbilanz zu ziehen.
„Asche zu Asche“, schreit Rembarz das Mikrofon zu Boden, „Staub zu Staub!“. Die Leute, junge und alte, gehen vor der Bühne trotz Regen mit. Musikalisch waren RAMMELSTEIN die Pol-Ausreißer des Abends. Zum gegenüberliegenden zog es das Gitarrenduo HANDS ON
STRING, bestehend aus Thomas Fellow und Stephan Bormann, die den Abend eröffneten. Die Gitarreros brachten mit ihren scheinbar 500 Fingern die Saiten der Instrumente zum Glühen. Was nicht jedermanns Geschmack war, weil einfach für die meisten die Qualität des virtuosen Spiels nicht einordenbar.
 Oldie-Hausmannskost aus der Mitte kam von PLANZWOO, die zu Beginn ihres Auftrittes sichtlich nervös waren und gemeinsam nach einem Takt suchten. Diesen auch ein wenig später fanden, um sich damit Sicherheit zu erspielen. SPÄTLESE, die altgedienten und gestandenen Delitzscher Blues-Freaks, ließen ihre Gitarren voller Sehnsucht von der Ferne weinend berichten, bevor es die rocktragenden Tauchaer SONS IN LAW auf die Bretter zog. Altbewährtes trug Raymon Aston vor, der im
Garten Vanessa Ambos traf, die von Aurèlie und ihren Problem trällerte.
NOLDE gab hinter seinem „Beißkorb“ dazu Tipps, was es in Alabama alles zu sehen gibt. ETC ließ das erste Open-Air gebührend ausklingen. „Mini-Rock findet wieder statt“, versprach Heinz
Barthel schon des Abends von der Bühne
herab, „der Bedarf an Live-Musik ist da. Nächstes Jahr im Mai gibt es eine Neuauflage.“ Text:
Alexander Bley, AdA Leipziger Volkszeitung, 23.08.2008
Fotos: © 2008 by Norman Rembarz, © 2008 by MEDIAMOODS |
MINI-ROCK 2008 
MINI-ROCK
2008
Beim 1. Mini-Rock-Musik-festival in Delitzsch hatten wir unseren
ersten größeren Auftritt.
Um die 200 Rammstein-Fans standen trotz Regens vor der Bühne, um
die von uns gecoverten Rammstein-Songs live zu erleben.
Ein Auftritt, den wir nicht so schnell vergessen werden.
FOTOS
...
VIDEO ... |